Freitag, 13. Mai 2011

[Serie] Freitags-Check-In #1: Ritualtage, Praktikantin, RBBP

Hier kommen wir also, wie versprochen, zu meinem 1. Freitags-"Chicken" :) Dieser Beitrag ist noch mal etwas ausführlicher, weil ich meine Ritual-Tage näher erkläre. Später wisst ihr ja dann Bescheid.

Meine Fachbibliothek* für die Praktikantin. 
Mo, 9. Mai: Die Praktikantin war hier. Sie kommt nur einige Tage pro Woche, was für mich die ideale Lösung ist. Ich finde es schön, mal meine Ruhe zu haben, aber grundsätzlich möchte ich nicht allein arbeiten. Sie bereitet ein Konzert am Samstag vor. Wir sind die perfekte Kombination. Ich kannte sie vorher schon und wusste, dass wir uns gut leiden können, trotz der offensichtlichen Unterschiede. Sie ist um einiges jünger als ich, und ich bewundere ihre Zielstrebigkeit in so jungem Alter. Sie betreut neben ihrer Ausbildung schon Bands und veranstaltet Konzerte. Wir arbeiten also quasi parallel mit ähnlichen Aufgaben, aber in Musikrichtungen, die verschiedener nicht sein könnten: Sie richtet Hardcore-Konzerte aus!

(* Eins hat sie sich schon ausgeliehen: "Popstar in 100 Tagen" von Christian Hentschel)

Montags ist bei mir "Money Monday". Ansonsten erledige ich montags meist Kleinkram, Büroorganisatorisches, Ablage ...


Abends ging ich dann wie üblich zu meiner Schwester zum wöchentlichen "Glee"- und Hörspiel-Abend. (Ich sag ja, ich mag Rituale.)



Di, 10. Mai: Inbox Zero.
Aber das mach ich ja täglich und muss das eigentlich künftig nicht mehr erwähnen. Inzwischen schaue ich meist nur noch einmal morgens und einmal abends in meine Mails. Ich "switche" immer öfter "off". Zuviel Internet hält meinen Kopf beschäftigt, so dass ich nicht zum Überlegen und anderweitigen Arbeiten "komme".

Booking-Dienstag: Auch dieses Ritual funktioniert sehr gut für mich. Dienstags und mittwochs sind sowohl ich als auch hoffentlich die Kontaktierten am besten im Workflow und am ehesten aufnahmebereit. Ich habe also Veranstalter kontaktiert, die ich Ende April auf der Suhler Forum K-Messe kennen gelernt habe.

Um 15 Uhr rief mich das schöne Wetter nach draußen. Ich schnappte mir das "Right-Brain Business Plan"-Buch, das schon lange auf seine Bearbeitung wartete, und eine Decke und radelte an meinen Lieblingsplatz an der Elbe. Vier Stunden lang blätterte ich das Buch durch, um einen Überblick zu bekommen und begann damit, Kapitel 1 (Allgemeines zum Konzept der rechten Hirnhälfte im Geschäftlichen) und Kapitel 2 (Vision und Werte fürs eigene Unternehmen) durchzuarbeiten. Mein Unternehmen ist ein Heißluftballon. 

Mi, 11. Mai: Booking-Mittwoch. Die Kollegin bestückt Onlineprofile mit Konzertdaten. Ich tätige weitere Telefonate mit möglichen Veranstaltern. Merke: Wenn man einmal angefangen hat, ist es ganz leicht. Daneben trieb mich die Frage um, ob ich als Kleinunternehmer dieses Jahr überhaupt eine Steuererklärung abgeben muss. Und ich bereitete diverse Blogbeiträge vor und postete einen zum 30. Todestag Bob Marleys. Endlich widmete ich mich auch mal meinem Qype-Profil und fügte ein paar Informationen und Fotos zu. Mal sehen, wann mich der nette Herr aus dem Norden wieder anruft und mir eine Premiummitgliedschaft anträgt ... (Ein anschauliches Beispiel für freundliche, aber hartnäckige Akquise.)

Am Abend pumpte ich dann mein Radl wieder auf, montierte das neue Rücklicht an (Vorderlicht kriegt man wohl solo nicht?) und strampelte an der Elbe entlang zur Chorallen-Probe. "Hallelujah".

Do, 12. Mai: Donnerstag ist mein Familientag. Ich erledige morgens (ja, seit ein paar Wochen schaffe ich Murmeltier es tatsächlich, morgens aufzustehen, meist so um halb 9!) nur was schnelles, checke Mails und Onlineplattformen. Dann hole ich meine älteste Nichte von der Schule ab. Wir kochen zusammen was leckeres bei meiner Schwester und der Jüngsten - diesmal gabs auch Salat aus meiner Biokiste -, dann Mittagsruhe mit Hörspiel ("Jack Slaughter - Tochter des Lichts", schön schräg), dann die mittlere Nichte abholen, etwas spielen, Abendessen und Aufbruch. Mein Schwager freut sich auch, dass ich 2 x pro Woche seine Frau unterstütze. Er schreibt z. Zt. an seiner Dissertation.

Fr, 13. Mai: Freitag ist "Spiel-" bzw. Marketingtag bei "Mad4Music". Ich liebe ja Social Media. Und einen Teil meiner Kunden - nämlich die Fans und die Privatveranstalter, die ein Jubiläum oder eine Hochzeit mit Live-Musik feiern - erreiche ich eben auch über das Internet (Google). Am Freitag lese ich also gern Businessbücher und -blogs (meine Empfehlungen gibt es im Blogroll hier am Rand oder auch hier: Bücher Top 10) oder, konkreter, Business-Bücher). Außerdem brachten zwei kurze Anrufe eine Menge Klarheit: Der beim Finanzamt ergab, dass ich erst im nächsten Jahr wieder eine Steuererklärung machen muss - juhu -, und der bei der Bausparkasse, dass ich demnächst eine hübsche kleine Summe ausgezahlt bekomme - noch juhuher!


Soso, nun wisst ihr also, was ich diese Woche so getrieben habe. Ich muss sagen, das war recht zufriedenstellend. Ich bin sogar ein paar Mal über meinen Schatten gesprungen, was mich richtig stolz macht. Einige meiner Ziele für Mai hab ich schon erfüllt oder bin auf dem besten Wege dahin: Steuer ✔, Verträge, Affiliate Links, Budget ...

Jetzt habt alle ein wunderbares sonniges Wochenende. Bei mir steht nicht wirklich viel im Kalender, außer am Sonntag natürlich die Hauptprobe für die Gospelnacht auf dem Kirchentag (Freitag, 3.6., 19 Uhr, Dynamo-Stadion). Mit Band und Solisten - das wird wieder toll! "Join the celebration, this is the invitation - halelu-let's dance!"

Und wie war eure Woche?

Ein Hinweis zu veralteten Links: Entschuldige bitte, falls in einem älteren Blogpost einige Links nicht mehr funktionieren. Das liegt daran, dass ich meine Inhalte aktuell halten will und daher regelmäßig überarbeite. Vielleicht ist der angeklickte ältere Beitrag demnächst aktualisiert wieder zu haben. Oder du findest den früheren Text nun in einem meiner Bücher, wo sie wieder mehr gelesen werden und nützen können, als wenn sie in einem Blogarchiv vergraben liegen.